Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust will nicht mehr
Hamburgs Erster Bürgermeister Ole von Beust will nicht mehr
Ole von Beust streicht die Segel

Der offen schwule CDU-Politiker Ole von Beust gibt sein Amt des 1. Bürgermeisters in Hamburg auf. Am Sonntagnachmittag erklärte er zum 25. August seinen Rücktritt. Er schaffte es, sein Privatleben weitestgehend aus der Öffentlichkeit herauszuhalten, dennoch bewegte er unter der schwarz-grünen Koalition einiges für die Gleichstellung Schwuler und Lesben. In der Hambruger Szene wusste man schon lange vor der Outing-Drohung durch den ehemaligen Innensenator Ronald Schill im Jahr 2003 von der Homosexualität Ole von Beusts, dennoch tat sich dieser mit öffentlichen Aussagen über sein Privatleben schwer. Als schließlich sein Vater im Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“ ganz offen über die Homosexualität seines Sohnes sprach, brach auch bei Ole von Beust das Eis. 2008 erklärte er sich bereit, die offizielle Eröffnungsansprache zur CSD-Woche zu halten und überraschte die Anwesenden mit offenen Worten über die persönlichen Probleme, die ein Outing für viele Schwule mit sich bringt. 2009 übernahm er die Schirmherrschaft beim CSD-Hamburg.

MK | 18.07.2010 19:55
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